Web 2.0 – Die neue dot-com-Krise? - Guru 2.0
Web 2.0 – Die neue dot-com-Krise?

Web 2.0 – Die neue dot-com-Krise?

Wie verschiedene Medien berichten dürfte eine neue dot-com-Blase entstanden sein und diese in kurzer Zeit mit einem lauten Knall platzen.

Acht Jahre ist es her, seit die letzte große Krise die Branche erschüttert hat. Manche erinnern sich noch gut an die “Pink-Slip-Parties” und den Zusammenbruch namhafter Firmen. Aus dieser Krise wurde das “Web 2.0” geboren und man glaubte aus den Fehlern gelernt zu haben.

Aber dem ist nicht so! Auch diesmal versuchen die beliebtesten “Social Networks” und “Community Sites” ihr Kapital (die Nutzer) in klingende Münze umzusetzen. In den USA betreiben mehr als 400 Unternehmen webSites mit Communities, aber die meisten verdienen kein Geld.

Der erste eisige Windhauch der Krise ist bereits in Europa zu spüren: Ein Paradeunternehmen des Internet “Lycos” schließt den Europa-Ableger. Aber auch an kleinen Details, wie dem Einstellen des österreichischen Ablegers von “eBay”, läßt sich die Krise festmachen. Verleger Tim O’Reilly, der den Begriff “Web 2.0” definierte, meint: “Die Bereinigung ist überfällig!” Auch Google hat den Anfang der Krise zu spüren bekommen. Hunderte, wenn nicht tausende, Verträge für freie Mitarbeiter wurde nicht mehr verlängert. Auch hier drängen die Investioren auf die Senkung der Kosten.

Es läuft aber ähnlich wie 2000! Wenn auch heute die Gründungung eines Internetstartups mit ein paar tausend Euro möglich ist, laufen die Finanzierungen ähnlich wie damals. Nichts dazugelernt also! Internetfirmen werden zu wahnwitzigen Preisen gehandelt (bspw. 1,65 Milliarden Dollar für YoutTube), welche absolut nicht rechtfertigbar sind. Zumindest nicht nach Massstäben der “Old Economy”. Aber auch die Risikokapitalgeber machen die gleichen Fehler wie damals. Zuerst wird viel Risikokapital in die Unternehmen gepumpt, aber kaum gibt es anzeichen einer Krise, wird der Geldhahn rapide zugedreht. Trotzallem es ist wie damals: Der Inhalt der webSites wurde vernchlässigt. Man konzentrierte sich nur auf “User-Generated-Content” und die Einnahmen beruhen nur auf Werbung. Das rächt sich jetzt, da die Werbebudgets einfach gestrichen werden.

Trotz des einseitigen Geschäftsmodells und dem gebetsmühelnartigen wiederholen der Durchhalteparolen, wird wieder ein großes Sterben in der Internetbranche einherhalten.

Erst wenn sich alle klar sind, dass Benutzerzahlen nicht gleich Umsatzzahlen sind und das Wort “Economy” bei “New Economy” auch enthalten ist, wird sich etwas ändern. Auch ein Web-2.0-StartUp braucht einen fundierten Businessplan, ein gutes (Projekt)management, klassische Fachkräfte und eine ausgewogene Finanzierung um erfolgreich zu sein/werden.

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