Back-To-Top als WordPress PlugIn - Guru 2.0
Back-To-Top als WordPress PlugIn

Back-To-Top als WordPress PlugIn

Heute bin ich in meinem Feed-Reader über den Post WordPress-Plugin: Scroll-To-Top von Kulturbanause gestolpert (Es gibt den Post auch in Englisch auf WPMU.org). Nichts gegen den Kulturbanausen (ich lese Deinen Blog gerne und regelmäßig), aber irgendwie habe ich nur mehr den Kopf schütteln können. Denn anscheinend hat sich die Welt weitergedreht. Denn die PlugIn Epedemie in WordPress greift schon sehr um sich?

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und ein wenig im PlugIn-Verzeichnis von WordPress gesurft. Im Moment gibt es dort ganze 12.730 Stück. Wahrscheinlich sind da auch einige Leichen dabei, aber ansonsten gibt es für wirklich jeden Blödsinn etwas (oft auch mehrfach). Jetzt stellt sich mir die Frage: Sind wir wirklich alles PlugIn-Zusammen-Klicker oder hat noch irgendwer da draussen das notwendige Grundwissen in HTML/CSS?

Wahrscheinlich ist es so, wie ich es täglich höre: Wir brauchen gute Designer! (Von der Umsetzung oder auch Realisierbarkeit der Designs redet nie jemand). Jetzt haben die Designer aber absolut kein Wissen über Webtechnologien (und sind sie auch noch so grundlegend) und knallen Ihr Werk aus PhotoShop/FireWorks/Illustrator (oder was auch immer) in einen Generator und erhalten ein HTML-File. Diese läuft durch irgendeinen WebService (gibt es sicher irgendwo da draussen), der daraus ein WordPress-Theme macht. Und am Ende nehmen wir eine Auto-Installation von WordPress, kopieren das Thema rein und aktivieren noch hunderte PlugIns. Damit ist der Weg frei. Wir können uns WebDesigner nennen und unsere Services anbieten.

Ich denke folgendes: Lesen wir mal die Erklärung zum a-Tag auf selfHTML (ich hab schon mal auf die richtige Seite verlinkt) oder auch auf WebKompetenz (auch hier schon richtig verlinkt). Mehr brauche ich eigentlich nicht, um nach oben zu rollen. Wer noch immer glaubt das PlugIn zu brauchen, hier der Link zu ScrollTo Top [EN]. NAtürlich ist halt nicht so einfach und hübsch, wenn das Blog einfach irgendwo hin springt.

Aber auch da gibt es Abhilfe: Back-to-Top Buttons mit Smooth Scroll und Fading in WordPress verwenden von Elma Studios. Dies ist zumindest eine einfache Lösung ohne PlugIn. Trotzdem ist auch das Ding für WordPress nicht ganz optimal, aber schon zu 80%. Denn hier werden einfach externe Libaries eingebunden, als wie wenn Google nichts anderes zu tun hätte (Hat es auch nicht, aber mein Blog wird dadurch langsamer). Also gehen wir mal von einer besseren Lösung aus: Selber machen!

Der 1. Schritt ist das Aktivieren von jQuery im head-Bereich (findet ihr in der Datei header.php). Es ist die Zeile 2, welche Ihr einfügen müsst. Dies muss aber auf jeden Fall vor dem wp_head-Befehl erledigt werden.

Nun erstellen wir im aktiven Thema eine Datei custom.js und schreiben folgende Zeilen rein (Ich habe mir diese vom Post der Elma Studios geliehen, denn er ist ganz gut).

Nun können wir die neue js-Datei nach dem Befehl wp_head aufrufen. Es muss wirklich danach passieren, sonst klappt es nicht richtig!

Jetzt gleich nach dem body-Tag (normalerweise wird dieser in der Datei header.php geöffnet) ein Anchor-Element definieren.

So und nun noch am Ende der Seiten (Idealerweise in der Datei footer.php, in welcher die Fusszeile des Themas definiert wird) diese Zeile rein.

Damit habt Ihr genau die Funktion, welche auch das PlugIn anbietet. Ja gut, es fehlt noch ein schöner Knopf. Aber das CSS dazu müsst Ihr euch jetzt selber definieren.

Unsere Lösung hat einfach ein paar Vorteile und beinhaltet reines Grundlagenwissen, welcher jeder der im Web arbeitet haben sollte:

  • unser WordPress-Blog nicht durch ein PlugIn verlangsamt
  • keine externe Library einbindet
  • jQuery nicht mehrfach einbindet (ist ja schon vorhanden!!)
  • keine unnötigen Datenbankzugriffe ausführt (direkte Angabe des Theme-Pfades!)
  • mit ein paar einfachen HTML-Elementen durchkommt

Es wurden 2 Kommentare zu diesem Beitrag geschrieben.

  • Jonas

    Du hast vollkommen recht, die Plugin-Manie ist mittlerweile sehr groß. Allerdings musst du bedenken, dass ein großer Teil der User in erster Linie an den Inhalten interessiert ist. Ein Webdesigner wird ein solches Plugin natürlich eher weniger nutzen. Ein Blogger, Autor, Redakteur oder Fotograf der einen privaten – oder auch geschäftlichen Blog führt – aber eben nicht aus dem Bereich Web-Design kommt nutzt mit Sicherheit solche Plugins.

    • Guru 2.0 Autor

      Du hast vollkommen recht! Aber vielleicht sollten sich diese Leute einen Profi leisten, der ihnen diese Sachen vom Hals hält. So wie ich mir auch Profis hole, wenn ich ein Logo oder ein wirklich gutes Design brauche.
      Solange ich das ganze als Hobby mache, no Problem! Aber sobald ich einen Blog geschäftlich mache, sollte vielleicht schon ein Profi ran.
      Das einzige was mich an Deinem Kommentar “stört”: Ich würde das Wort WebDesigner durch WebWorker (WebDeveloper) ersetzen. Ich habe da so meine Erfahrungen…

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