Wie du den Vatikan entdeckst - Guru 2.0
Wie du den Vatikan entdeckst

Wie du den Vatikan entdeckst

Der Petersdom im Vatikan

Der Petersdom im Vatikan

Rom ohne dem Vatikan wäre nicht die ewige Stadt. Es würde etwas fehlen und daher ist mein 3. Rundgang der heiligen Stadt gewidmet. Taucht mit mir ein in das Zentrum der Macht der Katholiken.

Quer durch Rom zum Vatikan

Dieses Mal geht es nicht einfach zu Fuß vom Hotel Tizzi weg. Eigentlich schon ich trabe lockere 5 Minuten zur Bushaltestelle Venti Settembre – Ministero Finanze der Linie 60. Rein mit mir in den vollen Bus und auch gleich mal € 1,50 bezahlt. Ich bin kein Freund von diesen Touristenpässen oder -tickets. Ich mag es einfach wie Einheimische mit den Standardkarten zu fahren. Meistens ist das auch billiger, aber auch aufregender bis ich das richtige Ticket finde und bekomme.

Das Ticket der ATAC gilt aber nur 100 Minuten. Also aufpassen! Denn Quer durch Rom kann es mit all den Staus schon mal dauern und dann wird das Ticket ungültig. Besser ist ein 24-Stunden-Ticket um 7,– zu kaufen und nach Herzenslust fahren.

Dann fahre/staue ich mich bis zur Piazza Venezia. Raus aus dem 60er und auf die Via del Plebiscito getrabt. Nach ein wenig Suchen und raten habe ich dann schon die Haltestelle für die Linie 46 gefunden. Da geht es jetzt weiter in Richtung Vatikan. An der Station Cavalleggeri – San Pietro springe ich raus aus dem Gefährt. Naja springen ist zu viel gesagt, eher werde ich mit der restlichen Touristenmeute rausgespült. An der Seite des Petersdoms angekommen spaziere ich 5 Minuten rund um den Platz um die ganze Pracht von vorne geniessen zu können. Jetzt ist die Fahrt von mehr als einer Stunde vergessen. Wenn nicht dauernd Stau wäre, schafft man es sicher auch in 30 Minuten.

Der Petersplatz im Vatikan

Brunnen am Petersplatz vor dem Petersdom, Vatikan (Rom, Italien) © 2014, Clemens Gull, microble

Brunnen am Petersplatz vor dem Petersdom, Vatikan (Rom, Italien) © 2014, Clemens Gull, microble

Der Platz ist das große Werk von Bernini, welches er zwischen 1656 und 1667 gestaltet. Direkt vor dem Dom ist ein trapezförmiger Platz, welcher von Michelangelo gestaltet wurde und erst davor ist der ovale Platz von Bernini. Mit 340 x 240m nimmt er eine Fläche von 35.ooom² ein. Beeindruckend!

Die ganz Architektur mit ihrer Bedeutung. Die zwei Arme des Platz mit den Kolonaden umarmen die Gläubigen und nehmen sie auf dem Platz auf. Gleichzeitig bilden diese beiden Reihen auch die Staatsgrenze zu Italien. Ein wenig Randinfos: Es sind 284 Säulen toskanischer Ordnung mit je 15 Meter Höhe. Auf der Brüstung sind dann 144 Heilige mit je 32 Meter Höhe aufgestellt.

Der Platz senkt sich zur Mitte hin, damit ein besserer Überblick gewährt wird. In der Mitte steht der Obelisk aus dem Zirkus des Nero. In einer Reihe zu diesem Monument stehen links und rechts je ein Brunnen. Da der Platz eine Ellipse ist, hat er auch zwei Brennpunkte, diese Suche ich mir jetzt, denn sie sind mit Mamortafeln extra gekennzeichnet.

Jetzt ist es nicht mehr wie früher. Nun stehen immer Sesselreihen und riesige Leinwände auf dem Platz. Nur mit Glück ist alles zugänglich und manchmal hatte ich Glück: Der Platz war leer und noch beeindruckender als sonst. Ein kleiner Tipp:

Nimm immer genug zum Trinken mit, wenn du länger bleiben willst/musst. Auf den Platz brennt die Sonne herunter und wenn du in den Petersdom willst, musst du dich länger anstellen.

Der Petersdom

 

Der Petersplatz im Vatikan

Der Petersplatz im Vatikan

Eine Kirche halt… Nein die Kirche der Katholiken, denn es ist die zentrale Glaubensstätte. Nach dem ich mich angestellt habe (ja ich war brav) und ca. 90 Minuten in der Hitze gewartet habe bin ich drinnen in einem der größten Kuppelbauten. Aber aufpassen, wie immer heutzutage, sind die Sicherheitskontrollen umfassend. Schon das Zeichenzeug ist eine Diskussion wert. Aber es hat super geklappt. Es gibt einfach so viel zu sehen. Die vier riesigen Statuen in der Vierung, das ewig lange Kirchenschiff bis dort hin. Danach der Papstaltar von Berninis, dahinter das Grab von Petrus. Einfach irre, nur das alles ist die Reise nach Rom wert.

Gleich links nach dem Eingang gibt es eine kleine Türe mit einer endlos langen Treppe rauf auf die Kuppel. Das lasse ich mir natürlich nicht entgehen (war auch noch dazu kostenlos). Nach gefühlten 1.000 Stufen bin ich endlich innen am Rundgang der Kuppel. Einfach überwältigend der Blick von oben in die Vierung. Und jetzt raus aufs Dach und den Blick über Rom genießen.

An den Wurzeln der Religion – die Totenstadt

Wolkenstimmung auf dem Petersplatz mit Obelisk und Petersdom, Vatikan, (Rom, Italien) © 2014, Clemens Gull, microble

Wolkenstimmung auf dem Petersplatz mit Obelisk und Petersdom, Vatikan, (Rom, Italien) © 2014, Clemens Gull, microble

Die Nekropole mit dem Petrusgrab unter dem Petersdom kann ich mir einfach nicht entgehen lassen. Aber aufgepasst: Der Eintritt kostet 13,– und Du musst dich vorher per eMail im Vatikan anmelden. Wenn alles glatt geht, bekommst du dann einen Termin zugeteilt und darfst rein. Aber so sicher ist es nicht, denn nur 250 Personen werden in 12er Gruppen pro Tag durchgeführt. Aber falls es dich interessiert, kannst du auf der Webseite des Vatikans alles notwendige nachlesen.

Da die Führung relativ zügig durch die unterirdische Totenstadt ist und noch dazu Fotoapparate verboten sind, ist dies ein Eindruck, ein Erlebnis, dass im Kopf bleiben darf, aber eben keine Abbildungen hervorbringt.

Kunst im Überfluss – Die sixtinische Kapelle

Galerie der Wandteppiche in den vatikanischen Museen (Rom, Italien) © 2014, Clemens Gull, microble

Galerie der Wandteppiche in den vatikanischen Museen (Rom, Italien) © 2014, Clemens Gull, microble

Nach der Dunkelheit der Totenstadt geht es zum Überfluss der vatikanischen Museen. Rechts am Petersdom vorbei und den Hügel rauf und schon bin ich bei den Museen mit der sixtinischen Kapelle. Da dies einer der touristischen Brennpunkte ist, kannst du fast hier campieren, dass du reinkommst. Aber einfach gleich in der Früh oder ganz am Ende vom Tag kommen, dann ist die Schlange nicht so lang.

Aber auch hier ist fast keine Zeit zum Zeichnen und fotografieren ist fast überall verboten. Aber trotz der Menschenmassen ein beeindruckendes Erlebnis.

Der Vatikan wird verteidigt – die Engelsburg

Berninis Engel mit Kreuz auf der Engelsbrück im Vatikan, Rom, Italien © 2014, Clemens Gull, microble

Berninis Engel mit Kreuz auf der Engelsbrück im Vatikan, Rom, Italien © 2014, Clemens Gull, microble

Das Castel Sant’Angelo war eigentlich das Mausoleum von Kaiser Hadrian und wurde erst mit der Zeit und durch verschiedene Päpste zur Kastellburg umgebaut. Erst ab etwa 1060 nahmen sie die Päpste in Besitz und verwendeten sie als sicheren Zufluchtsort. Die Engelsburg ist auch durch einen Gang direkt mit dem Lateran verbunden. Den Namen hat sie nicht durch die vielen Engelsstatuen (die kamen erst später und sind von Bernini), sondern von der Erscheinung des Erzengels Michael im Jahr 590. Als er dem Papst das Ende der Pest verkündete. Den Besuch selbst habe ich mir noch nicht erlaubt. Das kommt sicher bei einer späteren Rom-Reise. Aber die Engesbrücke und das Äußere ist nicht minder schön.

Und weil es so schön war mit euch diesen Rundgang zu machen, hier noch ein paar Eindrücke. Wie gefällt es dir bis hierher? Hast du vielleicht auch einen Eindruck für uns? Dann benutz doch das Kommentarformular.

Blogheim.at Logo
Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu finden Sie in unserer „Datenschutzerklärung“. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und unsere Webseite zu besuchen, oder klicken Sie auf „Cookie-Einstellungen“, um Ihre Cookies selbst zu verwalten.