Mensch 2.0 - Guru 2.0
Mensch 2.0

Mensch 2.0

Der Blogeintrag “Digitale Prostitution?” in Jan’s Life ist irgendwie schon faszinierend. Eigentlich ist es witzig wie Web 2.0 immer wieder neu definiert wird (…sprich sie verfassen Texte oder stellen Fotos und Videos ins Netz…). Jeder sieht halt etwas anderes in diesem Begriff.

Natürlich stellt sich die Frage des Warum?. Warum schreiben wir alle Blogs? Warum glaubt jeder (auch ich) seine Gedanken in die Welt hinausposaunen zu müssen? Jan, du willst deinen Horizont erweitern. Super, nirgendwo gibt es soviele Leser und Zuhörer wie im world wide web und irgendwer wird Dir dabei sicher helfen.

Aber ist es nicht eher so, dass alle irgendwie Anerkennung wollen? Jeder will doch diese berüchtigten 5 Minuten Berühmtheit. Man sieht es auch in Deinem Zitat am Ende des Eintrags:

Gerne komme ich Deinem Wunsch nach.
Du hast im Grunde sicher recht: Alle prostituieren sich mit Hilfe der Technologien des Web 2.0 und besonders des Social Networks. Aber ist es nicht noch viel schlimmer wie Du schreibst:

Digitale Prostitution?
Auf der einen Seite ist der Aufschrei groß wen irgendwer (Staat, Unternehmen, …) Daten von Privatpersonen aufzeichnet. Auf der anderen Seite “ziehen sich die Menschen im Internet FREIWILLIG nackt aus”:

  • Sie geben geheimste Daten preis. (StudiVZ, XING, …)
  • Sie zeigen sich in Situationen die oft peinlich sin. (EventShooters, CityGuide, …)
  • Sie geben Vorlieben an Unternehmen freiwillig heraus (Google mit iGoogle, …)
  • Sie sind freiwillig verfolgbar (Twitter, …)
  • Sie rede/schreiben ohne an den nächsten Tag zu denken (Blogs, Foren, …)

Denkt die “Generation Internet” überhaupt an ein Leben nach dem Hype?
Was ist wenn man sich bewirbt und der Personalchef ein wenig im Internet sucht? Die Super-Suchmaschine Google speichert doch alles über Jahre hinweg. Wie sieht es dann aus mit den “lustigen Zeiten”, den “wilden Parties” und der “freien Meinungsäußerung”? Dann kann man es nicht mehr rückgängig machen und muss damit leben.

Konsequenz 2.0!

  • Das Web 2.0 ist super.
  • Endlich Technik die benutzerzentrierte Ansätze zeigt.
  • Soziale Netzwerk gab es schon immer – aber digital sind sie größer und leichter aufzubauen.
  • Nicht alles muss in’s Web rein: Hätte man geschwiegen, wäre man ein Philosophg gewesen!
  • Nutzen wir die Technik – Reiten wir auf der Welle des Hypes – Aber vergessen wir das Sicherheitsnetz des Schweigens nicht!

Es wurden 2 Kommentare zu diesem Beitrag geschrieben.

  • Jan0707

    Sicher hast du recht mit dem was du schreibst. Der Mensch entblößt sich immer mehr selbst und vergisst dabei oft die “Langzeitfolgen”.
    Dennoch glaube ich wie gesagt nicht (und wie bei mir nachzulesen), dass es allen Menschen nur um “5 Minuten Ruhm” geht – mich freut es geradezu, dass du auf meinen Artikel eingehst – einfach nur diese Tatsachen.

    Und wie würdest du das Web 2.0 definieren ?

  • admin Autor

    Tim O’Reilly prägte für den zweiten Internet-Hype den Begriff “web 2.0”. Für mich persönlich ist das Web 2.0 ein interaktives Web. Es ist nicht mehr eine Einbahnstrasse wie früher, sondern lebt von der Interaktion mit dem Benutzer.
    Technologisch ist es eine neue Zusammenstellung von bereits bestehenden Internettechnologien zum Nutzen der Anwender.

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