Geld, Erfolg und das Blog - Guru 2.0
Geld, Erfolg und das Blog

Geld, Erfolg und das Blog

Ich habe ja schon öfters zu dem Thema geschrieben und gerade schneit mir über Facebook ein Link herein (Danke Markus). Es geht wie immer um “Geld verdienen” und diesemal eben beim ehemaligen und neuen BasicThinking-Blog. Ich erlaube mir jetzt einfach den ScreenShot von dem Post auszuleihen:

Kann das wahr sein?

Kann das wahr sein?

Alle Blogger – ob groß oder klein, ob wichtig oder unwichtig, machen sich Gedanken ob sie nicht zumindest die Kosten wieder hereinspielen können. Manche bloggen einfach weil es Spass macht, oder weil sie etwas zu sagen haben, oder weil sie ihr Wissen nicht im “stillen Kämmerlein” einsperren wollen,  oder weil sie ein Netzwerk aufbauen wollen, oder – einsetzen warum ihr bloggt. Alle wollen aber zumindest ein wenig Erfolg mit der Arbeit oder dem Hobby haben.

Auch ich habe mir schon Prügel zu den verschiedensten Massnahmen abgeholt. Alle waren im Ton sehr ähnlich der nebenstehenden Meldung. Auch die “Geiz ist Geil”-Mentalität schlägt bei mir voll zu. Ein typisches Beispiel ist mein Stundenrechner. Ich habe mich hingesetzt und mein Wissen in ein kleines Programm verpackt. Ja ich programmiere gerne und versuche auch ab und zu Hilfen für die Praxis zu geben. Ich erwarte auch keine Lobeshymen dafür oder Einnahmen in Millionenhöhe. Aber trotzdem denke ich bei über 10.000 Zugriffen in den letzten 18 Monaten und mehr als 1.000 durchgeführten Berechnungen in den letzten 12 Wochen sind Spenden und AdSense Einnahmen von rund 50 Euro bezeichnend. Besonders dann, wenn ich per eMail auch noch in einem Ton aufgefordert werde, dies und jenes noch einzubauen, den man nicht einmal einem Leibeigenen gegenüber anschlägt. Ausdrücklick bedanken möchte ich mich hier bei den 7 Anwendern/Lesern, welche mir wirklich konstruktive Vorschläge (teilweise mit ScreenShots) gemacht haben. Super dadurch kann es nur besser werden.

Ob es jetzt ein professioneller Blog oder ein “Hobby”-Blog ist, ist bei den meisten eigentlich egal. Die einen nehmen sich halt am Abend Zeit für einen Post, die anderen machen das 8 bis 16 Stunden am Tag. Beide werden aber versuchen fundierte Posts zu schreiben und das wissen wir alle: Ein Post schreibt sich nicht in 10 Minuten. Wir wissen auch alle, dass wir von den Lesern leben und wie kriegen wir die? Einfach mit Content. Und für guten Content muss man Zeit investieren. (Natürlich schreiben wir alle mal einen Kurzpost um uns zu melden). Und ich gehe einmal davon aus, dass die meisten Leser nicht von Spenden leben, sondern ihr Geld – mit was auch immer – hart verdienen müssen. Warum dürfen wir Blogger das nicht? Sind wir weniger wert, weil wir unseren Content “gratis” zur Verfügung stellen? Ist es zuviel verlangt auf eine Werbung zu klicken oder mal schnell per PayBal zwei, drei Euro zu überweisen? Wahrscheinlich schon, denn wir lesen in der U-Bahn ja auch die Zeitung des Nachbarn mit und beschweren uns, wenn er zu früh umblättert!

Natürlich diesmal wurde halt was Neues gefunden! Zuerst ist es die Werbung auf den Blogs, dann sind es bezahlte Artikel welche unerwünscht sind und jetzt sind es halt gekürzte RSS-Feeds die manche aufregen. Ja wie sollen wir denn die Leser zum Bezahlen bekommen? Am besten legen wir einen Anzeigen-Layer über den Content und erst nach dem Klick geht es ans Lesen! Aber am liebsten hätten alle gerne jeden Tag eine Gratis-Druck-Ausgabe des Blogs am Küchentisch liegen, damit sie sie auf den Weg zur Arbeit lesen können. Und das ganze darf auch nichts Kosten und ein Inserat darf auch nicht drinnen sein!

Also ich schliesse mich dem Basic-Thinking Gedanken an und werde meine RSS-Feeds auch kürzen. Genauso werde ich die Werbung drinnen lassen (im Feed wie auch im Blog). Und ich verfolge auch weiter den Weg der “gekürzten” Posts. Nach ein, zwei Absätzen gibt es einfach einen “Weiterlesen” Link. Ich habe meine Gründe dafür! Natürlich vielleicht klickt irgendwer auf eine Anzeige (Hoffnung gegen Null gehend!). Wenn es interessiert, der wird den Aufwand eines Klicks nicht scheuen. Aber der wichtigste Grund bin ich selber (Jetzt werden einige “Egoist” schreien!). Die Informationen im Web sind schon so viel, dass mir einfach die Zeit zum Lesen fehlt. Am liebsten habe ich ein zwei Sätze im Feed oder auf der webSite, welche mir zeigen ob es sich lohnt den Post zu lesen. Damit vermeide ich viel “Müll” den ich lesen und kann mich auf die wensentlichen Infos konzentrieren. Für alle anderen, gibt es genug Lösungen wie man sich behelfen kann. Schaut mal bei ormus rein, wie er mit gekürzten Feeds umgeht. Natürlich gibt es auch kontroverse Meinungen (siehe wirres) zu gekürzten RSS-Feeds. Aber auch hier dreht sich alles um die Wurzel des Übels: “Ich will alles gratis und noch eine goldene Uhr dazu geschenkt!”

Ich könnte jetzt noch endlos weiterschreiben und passende Links quer durch den deutschen Sprachraum posten. Aber ihr kennt die meisten Artikel und Posts zur genüge. Aber mit meinem Blog ist es wie mit meinem Wohnzimmer: Ich bestimme wie es aussieht und wie ich mich darin wohlfühle, aber Vorschläge zur Verbesserung nehme ich natürlich gerne an (nicht wahr Markus, Sensei und alle anderen)?

Es wurden 20 Kommentare zu diesem Beitrag geschrieben.

  • Markus

    Stimm ich Dir voll zu. Lustig ist das man als Blogbetreiber wohl inzwischen schon darauf Rücksicht nehmen muss, wie die Leser zur Arbeit kommen. Man wird zum Arsch weil der Leser nicht mehr morgens im Bus lesen kann. Sorry aber was ist mit dem Autofahrer? Müssen wir jetzt dafür sorgen, das dieser die Artikel im Auto vorgelesen bekommt? Usubility ist viel aber nicht alles, man kann es nicht jedem Recht machen und man muss auch an sich selber und seine Ziele denken. Ein Obsthändler kann seine Äpfel auch nicht dauernd verschenken nur weil die Käufer das toll finden. Genauso geht es eben manchen Bloggern, Website-Betreibern etc. nicht jeder macht das als Hobby…

    PS: Danke für die Erwähnung.

    • Guru 2.0 Autor

      Genau! Wir verbiegen uns immer viel zu viel. Wie man sagt: Der Blogger ist eine Persönlichkeit! Dadurch wird er entweder gemocht oder nicht!

      Erwähnung ist selbstverständlich, denn bloggen = vernetzen! 🙂

  • Sensei

    Netter Artikel, hat mich echt ins grübeln gebracht, ob ich meinen Feed nicht auch kürzen sollte.

    Allerdings finde ich ihn dann eigentlich überflüssig 😀 Da muss ich mir wohl einen gescheiten Mittelweg überlegen.

    Wie der Link zeigt freue ich mich auch immer über Feedback, was ich aber schade finde ist, das es meistens immer die gleichen Leute sind, die einem Feedback geben, das man gebrauchen kann.

    Danke an dieser Stelle mal wieder an Bossi, Clemens, Markus und Piet die bei so was eigentlich immer dabei sind, wenn vllt auch nicht durch Kommentare.

    Mal sehn ob mir für mein neues Design was einfällt, wie ich eventuell besser Monetarisieren könnte. Wobei das in der letzten Zeit eigentlich recht gut geklappt hat ohne AdSense ^^ weil klicken tut ja keiner

  • Sensei

    Genau das Problem sehe ich auch. Wobei es ja wie ich schon bemerkt habe zum Glück ein paar gibt, die aus dem Rahmen fallen. Eventuell schaffen wir es ja auch das etwas zu etablieren Twitter hilft da ja auch etwas bei.

  • Markus

    Was zu etablieren ist aber auch immer so eine Sache. Am Anfang sind immer recht viele dabei und finden alles toll, aber genauso schnell ist die Luft auch wieder raus.

  • Ormus

    Hi,

    Danke für die Erwähnung. Natürlich ist das nur ein Workaround um mit gekürzten Feeds bequem umgehen zu können. Aber rühmen sich die Blogger nicht immer damit, flexibel und modern zu sein? 😉

  • mace

    Dein Artikel hat auch mich zum nachdenken gebracht. Ich sehe in der Statistik auch ganz klar, dass viele nur meinen Feed lesen und nie meine Seite besuchen. Ich bekomme Besucher eigentlich nur durch die Suchmaschinen. Nun werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen ob ich nicht vielleicht auch meinen Feed kürze. Dies werde ich aber auch wie du in einem Artikel erläutern. Wenn ich das denn dann nach den Überlegungen mache.

  • Sensei

    Also ich ich bekomme Views über Feeds und ich habe mal wieder nen Artikel aus gebuddelt, in den es um den Wert der Feadreader geht.

    http://netheweb.de/geld-verdienen/welchen-wert-haben-rss-subscriber/

    Und danke für das einbaun der Subscribe Funktion

  • Uroflavin

    Also, für mich als Leser ist ein gekürzter Feed absolut überflüssig. Die Beurteilung, ob ein Post lesenswert ist, ergibt sich mir nicht aus den ersten 100 Wörtern, sondern indem ich den Post überfliegen kann.

    Der Klick auf [weiter] und die anschließend gefühlte Ewigkeit bis sich die Seite hier aufgebaut hat, nur damit ich dann feststelle, dass mich der Beitrag jetzt doch nicht so interessiert oder dass das Design vielleicht nicht so optimal für mobile Geräte ist usw…schreckt mich insgesamt eher ab.

    Ich kann durchaus mit Werbung im Feed leben! Ja, ich würde auf bestimmten Seiten sogar für einen vollständigen Feed zahlen!
    Aber warum muss man sich immer an den Trafficzahlen auf der Webseite festkrampfen – was genau bringt dir das als Betreiber des Blogs – mehr Leser bestimmt nicht?!

    Der von Sensei verlinkte Beitrag spricht ja einige Dinge hinsichtlich des Werts von Subscribern an. Auf diese Werte möchtest du jetzt einfach verzichten? Ganz ehrlich: so richtig verstanden habe ich deine Intention für das Kürzen nicht.

    • Guru 2.0 Autor

      Es wird immer wieder Jene geben die so arbeiten und die anderen die es anders wollen!
      Alle recht machen kann man es nicht. Aber warum ich die Artikel und Feeds kürze und die Leser zum weiterlesen “zwinge”? Ich will einfach wissen was ist interessant und was nicht!
      Man sagt zwar das Web 2.0 ist ein Mitmach-Web, aber anscheinend ist diese Definition nie im deutschsprachigen Raum angekommen, sonst würde der eine oder andere einen Kommentar hinterlassen.

  • Sensei

    Also das mit den Paid-Feeds finde ich eine interessante Variante, da würde ich gerne mal weiter spinnen.

    Habt ihr Interesse an einer Diskussion? Würde wenn Clemens das nicht stört, dann mal in meinem Forum, was dafür auf machen. In Foren ist es finde ich leichter die Übersicht zu sehen.

    Sagt einfach, was ihr davon haltet

  • Uroflavin

    Mitmachen heißt für mich nicht unbedingt, Kommentare an Posts zu hängen. Wenn es etwas zu besprechen gibt, dann wird auch eine entsprechende Diskussion entstehen (dieser Beitrag hat ja nun bereits 13 Kommentare).

    Wenn der Beitrag allerdings bereits so gut geschrieben ist, wofür soll man da noch kommentieren? Ich denke, die wenigen Kommentare zu deinen Beiträgen sprechen eher für dich 🙂

    Um den Zugang für Feed-Leser zu vereinfachen ist es aus meiner Sicht jedoch nicht wirklich zielführend, den Feed zu kürzen. Ganz im Gegenteil, ein Teil der Leser wird sicher abwandern. Biete doch den Kommentarlink direkt im Feed an, das senkt auf jeden Fall die Hürde, Kommentare abzugeben.

    • Guru 2.0 Autor

      Ist eine interessante Ansicht und werde auch darüber nachdenken. Der Tipp mit dem Kommentarfeed wird auf jeden Fall umgesetzt. Danke!

  • Sensei

    Wie in meinem Artikel zum Wert von RSS-Subscribern schon geschrieben, einfach versuchen so zu schreiben, dass auch Feedleser dazu “gedrängt” werden einen Kommentar zu schreiben. Dann kommt ihr auch auf ein paar Kommentare, klappt bei mir ja auch in weiten teilen.

    Allerdings braucht man dann natürlich auch viel Zeit für einen Artikel, der ein Intressantes Thema für viele Leser hat.

  • Uroflavin

    @Sensei:
    Ich weiss ja nicht, wie lange es noch dauern wird, bis sich Micropayment auf breiter Front durchsetzt, aber wenn es denn mal soweit ist, dann wäre die Idee von http://flattr.com/beta/ wahrscheinlich die, welche sowohl für Autoren als auch Leser die interessantesten Vorteile bietet.
    Etablieren und ‘fremdnutzen’ kann man so eine Micropaymentgeschichte meiner Meinung nach wohl am ehesten in geschlossenen Gruppen (Facebook, StudiVZ,…), im ganzen Internet ist die Streuung wahrscheinlich zu gross.

  • Sensei

    Das hört sich ja ganz gut an, aber wie kommt das Geld zu flattr? Wird das hochgelanden, wird das durch Werbung finanziert, oder sponsorn die das einfach nur weil sie Gutmenschen sind?

    Ich hab auch gerade mal einen Artikel geschrieben, mit dem ich eventuell ein paar gute Ideen heraus locken kann

  • Markus

    Bei Flattr zahlen die User. Die User müssen Geld auf Ihren Acc laden und davon wird das verteilt.

  • Sensei

    Ok, dann kann mal also davon ausgehen, dass es überflüssig ist, vor allem da eh mehr leute PP haben und somit könnte man auch einfach auf das Buy me a Coffee Plugin nutzen.

    Habe jetzt übrigens auch einen Artikel zu dem Thema geschrieben.

  • Maik

    Also ich finde das mit der Werbung nicht verwerflich, wobei man ehrlich sagen muss, als Besucher so wie ich jetzt gerade hier gelandet bin, werde ich eher keine Werbung anklicken. Aber wer über eine Suchmaschine irgendwas bestimmtes sucht, dann auf einer Seite landet wo genau das Thema ist und dann Content-Passende Werbung antrifft, der wird schon hier und da auf Werbung klicken…

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