28 Okt 2016
Was ich schon immer mal zu einem WordPress-Blog sagen wollte, Bild: microble.eu

Was ich schon immer mal zu einem WordPress-Blog sagen wollte, Bild: microble.eu

Irgendwann habe ich mal der „WordPress-Blog ist das Windows des Internets“ aufgeschnappt. Es ist leider vollständig wahr. Denn jeder kann Webseiten bauen und betreiben. Ist doch gar nicht so schlecht, wirst du jetzt sagen. Ist es auch nicht, aber es gibt auch ein paar kleine Problemchen dabei.

WordPress ist eben wirklich einfach, einfach zu bedienen und einfach einzurichten. Es hat eine sehr flache Lernkurve und funktioniert (die meiste Zeit) anstandslos. Aber eben ohne ein paar Wissensbrocken geht es trotzdem nicht und die werde ich euch in einer lockeren Serie zusammenstellen und näher bringen.

Von com zu org und retour

Eine der „wildesten“ Aussagen dich immer wieder höre ist: Ich bin bei WordPress.com und will jetzt zu org wechseln. Also das ist so was von falsch oder verwirrend wie es nur geht.

Es gibt nur ein WordPress, denn WordPress ist eine Software, eine Sammlung von Dateien und einer SQL-Datenbank, welche dir es, mit einem Theme, ermöglicht eine Internetpräsenz zu verwirklichen.

Ich kenne mich gar nicht aus

Es gibt aber eine Unterscheidung der Art des Hostings und da kommt die ganze Verwirrung her. Denn WordPress.com ist eine Plattform, welche dir eine Installation schnell und einfach zur Verfügung stellt. Wenn du nicht viel brauchst, sogar kostenlos. Du brauchst dich eigentlich um nichts kümmern. Du meldest dich an, suchst dir einen freien Namen und kannst loslegen. Am Ende hast du einen Blog unter beispielsweise http://guru.wordpress.com/ mit einigen Einschränkungen. Erstens kannst du die URL (deine Internetadresse) nicht frei wählen. Zweitens kannst du keine PlugIns installieren und drittens kannst nur aus den installierten Themes eines auswählen. Aber dafür brauchst du dich um nichts kümmern. Dein Blog läuft einfach, weil sich Profis um alles im Hintergrund kümmern.

Ich will ein wenig mehr

Sobald du mehr willst zum Beispiel einen eigenen Namen für die URL (einen eigenen Domänennamen) kannst du Service dazu kaufen und deinen WordPress-Blog erweitern. Aber alles wirst du nie dürfen und da kommen wir zum nächsten Schritt.

Ich will einen eigenen WordPress-Blog

Wir nennen das in der Fachsprache einen „selfhosted Blog“ und da kommt auch dieses ominöse WordPress.org ins Spiel. Aber dort hast du keinen Blog, sondern dort kannst du dir die Software (also WordPress) herunterladen und irgendwo installieren.

Also es gibt nur zwei Arten wie du deinen Blog betreiben kannst:
hosted – bei WordPress.com
selfhosted – auf irgendeinem eigenen Webserver (aber nicht bei WordPress.org)

Selfhosted, oder wie bekomme ich einen eigenen Blog

Der Puzzle-Mann in Paris, Bild: microble.eu

Der Puzzle-Mann in Paris, Bild: microble.eu

Einfache Lösung: Gehe zu einem Profi und lass dir alles schlüsselfertig vorbereiten.
Bessere Lösung: Versuche das System zu verstehen und mache dir einen Teil selber und hole dir für den Rest einen Profi (mich zum Beispiel). Und Du hättest nicht bis hierher gelesen, wenn du nicht die bessere Lösung willst.

Was brauche ich für einen eigenen Blog?

Eigentlich nicht viel: Einige Ideen, ein paar Applikationen, ein wenig Fachwissen, ein paar Webseiten und ein wenig Geld. Aber das war es dann auch schon. Fangen wir mit dem ersten an.

Wie soll ich meinen WordPress-Blog nennen oder was ist eine Domäne?

Der Domänenname ist ein Teil deiner Internetadresse, welche du in der Adresszeile deines Browser eingibst. Er besteht aus drei Teilen und hat ein paar Einschränkungen, welche du kennen solltest.

Fangen wir ganz am Ende des Namens an. Dort steht entweder ein Länderkürzel oder ein Begriff, also so etwas wie at, de, ch, eu oder fr oder eben museum, shop oder auch guru (ja du erreichst den Blog auch unter http://gull.guru) Wir nennen diesen Begriff am Ende auch Top-Level-Domain (kurz TLD). Diesen kannst du dir nicht aussuchen.

Wie prüfe ich ob ich meinen WordPress so nennen kann?

Es gibt immer wieder Diskussionen im Web, ob die Wahl der TLD einen Einfluss auf das Ranking bei einer Suchmaschine hat. Ich denke Google ist es vollkommen egal, welche TLD du verwendest, solange dein Inhalt passt. Deine Leser finden dich vielleicht nicht, wenn sie den Domänennamen direkt eingeben. Weil sie eben vermuten das da ein at am Ende steht, da du aus Österreich kommst., aber sonst ist es egal.

Domänenname wurde nicht gefunden

Domänenname wurde nicht gefunden

Dann kommt der Teil den du dir aussuchen kannst, also die Domäne, eigentlich der echte Name von deinem WordPress-Blog. Die muss mindestens drei Zeichen lang, muss mit einem Buchstaben beginnen und aus Kleinbuchstaben bestehen. Eigentlich sind nur die Buchstaben von a bis z, der Bindestrich und die Ziffern von 0 – 9 erlaubt. Aber einige Anbieter (zum Beispiel der österreichische) erlauben auch die deutschen Sonderzeichen.

Reserviere dir einen Namen

Welche Anbieter? Ach habe ich nicht erwähnt, dass du dir die Domänennamen immer nur mieten kannst und nicht kaufen? Du kannst das bei dem jeweiligen NIC (Network Information Center) erledigen. Und dafür musst du auch einen Jahresbeitrag zahlen. Wenn du willst geht das bei nic.at, denic.de oder eurid.eu oder nic.ch/de/.

Aber warte noch einen Moment.

Oft bieten dir deine Hoster einen Domänennamen inklusive des Hostings an. Dann brauchst du nur einmal zahlen und dich auch nicht um die ganze Registrierung kümmern.

Wichtiger ist der Name selber, denn darunter wirst du deinen WordPress-Blog bekannt machen und der will gut überlegt sein. Also du kannst dir sicher http://das-ist-der-beste-blog-der-welt-den-du-unbedingt-lesen-solltest.eu reservieren. Aber viel Erfolg wirst du wahrscheinlich nicht damit haben. Es geht ab auch http://cg13.at und auch damit wird es nicht sehr gut funktionieren. Suche dir mal einen Namen aus, der den Inhalt des Blogs knackig beschreibt und auch nicht zu lange ist. Ein paar Beispiele gefällig? Hier habe ich ein paar Beispiele für dich, du darfst sie ruhig auch besuchen: http://www.kofferpacken.at/ (ein Reise Blog) oder ein Italien-Blog unter http://www.verliebt-in-italien.at/ oder http://www.guteguete.at/ (ein Lifestyle-Blog) oder http://dorfzeitung.com/ (ein Kulturblog) oder einen Mama-Blog unter http://gaensebluemchensonnenschein.com/, schau dich einmal im Netz um und sammle Ideen und entscheide dich für einen Namen. Wenn du wissen willst ob er noch frei ist, dann gib ihn einfach in der Adresszeile deines Browsers ein, siehst du eine Fehlermeldung gibt es ihn meistens noch.

So das war es mal für heute

Jetzt kennst du den Unterschied von Hosted und Selfhosted und das es WordPress.org so nicht gibt. Und du hast auch eine Ahnung was eine Domäne ist. Eine kleine Hausübung hast du auch, bis zum nächsten Mal. Da wirst du dann erfahren was der oben erwähnte Hoster ist.

Und wenn du gleich weiter lesen willst, hier geht es zum zweiten Teil der Serie: Wo ist mein Blog gespeichert oder was ist ein WebSpace? Der dritte Teil der Serie erklärt dir was eine mySQL-Datenbank ist und für was du sie brauchst.

Und Du?

Ich freue mich über jeden Kommentar. Schreib ruhig wenn Du eine Frage oder einen zusätzlichen Tipp hast. Ich habe auch eine Frage: Hat dir dieser Post genützt und war er einfach genug, oder habe ich zu kompliziert geschrieben? Trau dich und schreib mir eine Antwort in den Kommentaren.

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3 Kommentare
  1. Martina says:

    Kurz, knapp und verständlich. Ein guter Artikel ohne Schnickschnack.
    LG

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] ist noch gar nicht so lange her, dass ich hier beschrieben habe wie eine WordPress-Seite funktioniert. Heute erkläre ich mal ganz einfach wie eine Webseite so funktioniert. Nämlich was läuft da so […]

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