01 Nov 2016
Der WebSpace für meinen Blog

Der WebSpace für meinen Blog, Bild: microble.eu

Jetzt hast du dich mit dem Gedanken angefreundet, einen eigenen Blog zu haben. Und du hast dich auch schon für einen Namen und eine Domäne entschieden. Jetzt geht es aber darum wo der Blog auch gespeichert wird, also was ist ein WebSpace und wie funktioniert das alles.

Im vorhergehenden Teil der Serie hast du den Unterschied zwischen hosted und selfhosted WordPress kennengelernt und auch was ein Domäne ist. Jetzt werden wir erfahren, was ein WebSpace ist und wie du dort deinen Blog speicherst.

Was ist ein WebSpace?

Damit du deinen Blog im Netz herzeigen kannst, brauchst du diesen berüchtigten WebSpace. Das ist aber nichts anderes als ein reservierter Bereich auf einem speziellen Computer, einem WebServer. Dieser Bereich besteht aus ein paar Dingen, welche du unbedingt für einen Blog brauchst:

  • Speicherplatz auf einer Festplatte
    Da legst du WordPress selbst, das Theme, die PlugIns und alle in der Mediathek hochgeladenen Dateien ab.
  • eine Datenbank
    Diese mySQL-Datenbank enthält alle Einstellungen, Beiträge, Seite und andere Inhalte von WordPress. Einfach gesagt: Alles was du im Dashboard von WordPress eingibst. So direkt sehen kannst du deine Datenbank nicht. Aber dein Hoster bietet dir sicher einb phpMyAdmin an, um die Datenbank selbst und die Inhalte verwalten zu können.
  • ein DNS
    Das Domain-Name-System verknüpft deinen Domänennamen mit dem Speicherplatz auf dem Webserver. Ohne dieses System wird dein Blog nicht gefunden. Aber darum musst du dich so gut wie nie selber kümmern. Denn da ist dein Hoster dafür zuständig.
  • einen FTP-Zugang
    Mit dem File-Transfer-Protokoll überträgst du Dateien von deinem Computer auf den Server, also deinen WebSpace. Dazu brauchst du eben eine Adresse (ist meistens dein Domänenname), einen Benutzernamen und ein Passwort. Zusätzlich auch noch eine spezielles FTP-Programm wie FileZilla oder CyberDuck.
FTP-Übertragung auf deinen WebSpace

FTP-Übertragung auf deinen WebSpace

Wie bekomme ich jetzt diesen WebSpace?

Einfach mieten! Naja das ist jetzt wirklich so einfach. Du brauchst dazu einen Hoster, der dir diesen WebSpace gegen monatliche oder jährliche Zahlungen zur Verfügung stellt. Hoster gibt es wie Sand am Meer und du brauchst dich nur entscheiden, wer dir sympathisch ist. Ganz so ist natürlich nicht, es gibt welche mit mehr Leistungen und welche mit weniger.

Wichtig für dich ist eigentlich der Support. Denn sobald es Probleme technischer Natur gibt, brauchst du als BloggerIn Hilfe von jemanden. Da kann es gut sein wenn der Support zumindest auch am Wochenende und/oder Abend reagiert. Gerade das sind die Zeiten an denen du bloggen wirst.

Das zweite wichtige Kriterium ist die Verlässlichkeit. Alle Hoster garantieren dir eine Verfügbarkeit von über 99,9%. Das hilft dir rein gar nichts, wenn die Server und damit dein WebSpace trotzdem nicht erreichbar sind. Super sie haben zwar das SLA (Service-Level-Agreement, eine Vereinbarung über die Leistungen) nicht erfüllt, du bekommst vielleicht sogar eine Gutschrift, aber das war’s dann auch. Dein Blog ist immer wieder nicht erreichbar und deine LeserInnen sind verärgert. Horch dich einfach mal um wo die bekannten BloggerInnen ihren WebSpace haben. Am Ende wirst du auf eine Liste der drei großen Hoster kommen. Welchen du dann nimmst ist fast nur mehr Geschmacksache.

Ach ja es gibt da neben dem Begriff Hoster (ein Unternehmen, dass dir WebSpace oder WebServer zur Verfügung stellt), noch den Provider (Unternehmen, dass dir Internetdienste anbietet). Der macht ganz was anderes. Der Provider stellt dir eine Datenleitung und die Infrastruktur zur Verfügung, damit du ins Internet kommst.

Aus was besteht eigentlich mein WebSpace?

Aus was besteht eigentlich mein WebSpace?

Ich habe alle Informationen vom Hoster bekommen und was jetzt?

DNS für den WebSpace ist noch nicht überall verfügbar

DNS für den WebSpace ist noch nicht überall verfügbar

Jetzt kannst du loslegen und deinen WebSpace mit Leben erfüllen. Mach einen Browser auf und gib gleich mal deine Internetadresse ein, dann siehst du ob der WebSpace bereits verbunden ist. Es kann nämlich bis zu 24 Stunden dauern, bis der Internetname (Domäne) mit dem Speicherplatz verknüpft ist. Die DNS-Server brauchen weltweit einfach ein wenig Zeit dazu.

Standardseite des WebSpace vom Hoster

Standardseite des WebSpace vom Hoster

Wenn das der Fall ist, siehst du eine Fehlermeldung in deinem Browser. Ist aber schon alles in Ordnung, dann siehst du eine Standardwebseite deines Hosters. Je nachdem welches System er verwendet kann das immer wieder anders aussehen. Aber du weißt jetzt: Ich muss irgendwie meinen Blog da rauf kriegen!

Das ist jetzt nicht so schwer. Du findest dazu genug Anleitungen in den Weiten des Internets. Was du auf jeden Fall dazu brauchst sind deine Daten für den FTP-Zugang und danach die Daten für den Zugang zur Datenbank. Und wenn du den Guru 2.0 Blog nicht verlassen willst, was ich persönlich gut verstehe, kannst du die Anleitung Hurra, ich habe einen eigenen Blog! durchlesen. Dort habe ich dir beschrieben wie du mit FTP und Co umgehen musst. Aber die Serie geht auch mit der mySQL-Datenbank weiter.

Und Du?

Ich freue mich über jeden Kommentar. Schreib ruhig wenn Du eine Frage oder einen zusätzlichen Tipp hast. Ich habe auch eine Frage: Hat dir dieser Post genützt und war er einfach genug, oder habe ich zu kompliziert geschrieben? Trau dich und schreib mir eine Antwort in den Kommentaren.

 

 

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2 Kommentare
  1. Daaaniieee says:

    Ich find so was echt spannend zui lesen bin aber heidenfroh, dass sich mein Brude rda so auskennt und mir alles programmiert, speichert und anlegt 🙂 Ich beneide echt Menschen die sich damit auskennen 🙂

    Antworten

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  1. […] wenn du gleich weiter lesen willst, hier geht es zum zweiten Teil der Serie: Wo ist mein Blog gespeichert oder was ist ein WebSpace? Der dritte Teil der Serie erklärt dir was eine mySQL-Datenbank ist und für was du sie […]

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