27 Jun 2017
In Ruhe an der Seine ein Buch lesen oder mit einem Feedreader die Lieblingsblogs verfolgen (Bild: microble)

In Ruhe an der Seine ein Buch lesen oder mit einem Feedreader die Lieblingsblogs verfolgen (Bild: microble.eu)

Wir alten Hasen kennen noch Feedreader, aber unter den jüngeren Mitgliedern der Webgemeinde sind sie oft unbekannt. Darum gibt es heute wieder etwas weniger technisches, aber dafür sehr nützliches für den Bloggeralltag. Die liebe Elena von Verliebt in Italien hat mich mit der Nase darauf gestoßen, dass Feeds zwar irgendwie verschwunden sind aber nicht unwichtig. Und darum erhältst du eine Antwort auf die brennende Frage: Warum du einen Feedreader zum Lesen deiner Lieblingsblogs verwenden solltest?

Was liest eigentlich ein Feedreader?

Irgendwann in den letzten Jahren hat Chrome das RSS-Zeichen aus der Adresszeile verschwinden lassen. Damit sind die RSS-Feeds nicht mehr so stark in Verwendung und mehr ein Geheimtipp für Profis. Aber was sind RSS-Feeds? Du hast sicher schon mal in deinem WordPress-Blog in den Einstellungen gestöbert. Im Menüpunkt Lesen hast du dann den Newsfeed zeigen die letzten 10 Einträge gefunden. Der steuert eine zweite Möglichkeit wie deine Posts veröffentlicht werden.

Mit einem RSS-Feed (RSS steht für Really Simple Syndication) und ist ein strukturiertes Dateiformat. Falls es dich interessiert, es beruht auf XML (Extensible Markup Language) und sieht ähnlich aus wie eine HTML-Datei. Dort sind eben alle Informationen strukturiert und für Computer perfekt lesbar abgelegt. Wenn du einen eigenen WordPress-Blog betreibst brauchst du nicht einen Handgriff machen um diesen Feed zu erzeugen. Denn WordPress erledigt das im Hintergrund selbständig und du hängst nur /feed an deinen Domänennamen an und schon siehst du deinen eigenen Feed im Browser. Bei meinem Blog sieht es dann so aus: http://www.guru-20.info/feed. Ich habe das zur Einfachheit gleich in meiner Seitenleiste eingebaut. Du siehst das Symbol als letztes in der zweiten Zeile der Sharing-Buttons. Es ist orange und sieht irgendwie einem WiFi-Symbol ähnlich.

Was ist jetzt ein Feedreader?

Dies ist schnell und einfach beantwortet. Es ist eine Software, funktioniert in jedem Browser und als App für mobile Geräte, welche diese RSS-Feeds elegant lesbar für dich aufbereitet darstellt. Aber das ist nicht alles. Die App holt dir immer automatisch die neuesten Beiträge und zeigt dir diese auch gleich an. Damit wirst du jetzt effizient und schnell und ohne je etwas zu verpassen über die neuen Posts deiner Lieblingsblogs informiert.

Als aktive(r) BloggerIn hast du nicht nur zwei oder drei Webseiten welche du verfolgen möchtest, sondern gleich mal 50 oder mehr. Die alle zu scannen ist mit einem braven vorbeischauen auf der Webseite fast nicht machbar. Ein anderer Weg ist der Newsletter. Diesen kannst du jederzeit abonnieren und dich (hoffentlich) darauf verlassen, dass du alle Informationen zeitnah bekommst. Ganz sicher bist du, wenn du einem Social-Media-Kanal (wie Facebook oder Instagram) folgst. Aber alle Möglichkeiten sind eigentlich nur ein Behelf, denn im eMail gehen dann gleich mal 50 Newsletter ein und die Infos liest auch keiner mehr. Und bei den anderen Kanälen kannst du dir nicht sicher sein, ob dir nicht was entgeht. Ich sage nur Timeline-Algorithmen…

Welchen Feedreader setzt der Guru 2.0 ein?

Der Feedreader Feedly im Browser

Der Feedreader Feedly im Browser

Solange du nicht mehr als 100 Blogs verfolgst kannst du mit der Gratisversion meines Lieblingstools arbeiten: Feedly. Einfach dem Link folgen, kostenlos anmelden und mit Add Content die ersten Feeds hinzufügen. Das Tool ist sogar so praktisch, dass du nur die URL von der Homepage deines Blogs reinkopieren musst. Denn dahinterliegenden Feed sucht sich Feedly dann selbst.

In meinem Screenshot oben, siehst du, dass ich mir auch Kategorien angelegt habe und dort die Blogs zusammenfassen. Damit habe ich ein wenig mehr Überblick. Die Zahlen hinter den Namen zeigen dir wie viele neue Posts vorhanden sind. Damit geht es rasend schnell die neuen Beiträge von rund 50 Blogs zu lesen. Denn pro Tag sind das nur vielleicht 10 Posts die mir angeboten werden. Und damit habe ich mit meinem Feedreader schnell den Überblick.

Wenn ich jetzt einen Post finde der mich interessiert und als Basis für einen neuen Blogpost dienen kann, dann markiere ich ihn einfach mit einem Klick auf den Stern am oberen Fensterrand. Dazu habe ich mir ein Board mit dem Namen Blogideen angelegt und schon kann ich später damit weiterarbeiten. Falls ich mir noch nicht sicher bin ob der neue Post interessant ist und ich keine Zeit habe ihn vollständig zu lesen, dann genügt ein schneller Klick auf das Lesezeichen-Symbol neben dem Stern. Feedly legt den Post dann in der Kategorie Read later ab. So habe ich am Abend auch schon meine Lektüre, wie eine eigene Zeitung zusammengestellt.

Die Hauptversion von es Feedly ist die Webversion, welche ich am Schreibtisch mit dem Notebook benutze. Die Handy-App ist aber nicht minder praktisch. Da sich beiden Versionen automatisch synchronisieren, kann ich mobil am Weg zur Arbeit oder im Café gemütlich die neuesten Posts nachlesen.

Der Feedreader Feedly als App auf dem iPhone

Der Feedreader Feedly als App auf dem iPhone

Noch mehr Komfort bekommst du mit der Chrome-Extension von Feedly. Damit läuft die App im Hintergrund weiter und du erhälst eine Benachrichtigung wenn sich etwas Neues in einem der abonnierten Feeds ergibt.

Und Du?

Ich freue mich über jeden Kommentar. Schreib ruhig wenn Du eine Frage oder einen zusätzlichen Tipp hast. Ich habe auch eine Frage: Hat dir dieser Post genützt und war er einfach genug, oder habe ich zu kompliziert geschrieben? Trau dich und schreib mir eine Antwort in den Kommentaren.

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2 Kommentare
  1. Elena says:

    Danke lieber Clemens,
    das ist super erklärt und ich konnte es auch ohne Probleme umsetzen – inkl. Chrome Erweiterung. Ich kann nun wirklich in wesentlich kürzerer Zeit die für mich interessanten Blogs lesen. Werde das gleich mal bei unserer Salzburger Blogger Runde durchtesten…
    Viele Grüße
    Elena

    Antworten
    • Guru 2.0 says:

      Gerne liebe Elena,
      danke für die Idee für den Post und es freut mich wenn ich dir helfen konnte. Oft sind es die selbstverständlichen Kleinigkeiten, die einem das Leben leichter machen.

      Antworten

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