2009 21 Jun

Das Geheimnis des Avatars

Gravatar Logo

Für viele Blogger ist ein Avatar (anscheinend) ein Buch mit sieben Siegeln. Was ist das überhaupt und warum sollte man einen haben? Schauen wir uns mal den Begriff selber an:

Das Wort Avatar kommt aus der indischen Sprache Sanskrit, welche im Hinduismus eine große Rolle spielt. Wobei das Wort Avatara einen Bezug zu einer göttlichen Handlung herstellt. Eigentlich bedeutet es “Herabsteigen”, soviel wie eine Gottheit steigt herab. Manchmal wird es auch für einen göttlichen Vertreter bentutzt. Und genau da setzen wir in der virtuellen Welt an. Ein Avatar ist unser Vertreter in der virtuellen Welt. Er stellt uns dar und hält unseren Platz warm, wenn wir selbst nicht online sind. Aber warum sollen wir jetzt einen haben?

Eigentlich läuft alles wieder auf das Marketing hinaus: Du solltest jede Möglichkeit nutzen um Deine Coperate Identity bei den Anwendern zu festigen. Schau Dir doch einfach mal die Großen der Wirtschaft an. Es wird Dir selten passieren, dass Coca-Cola, Apple oder wer auch immer nicht mit seinem Logo oder seinen Farben nach aussen in Erscheinung tritt. Aber wir kleinen ignorieren das einfach. Ich sehe in den Kommentaren auf meinem Blog immer wieder das Standardsymbol bei den Benutzern. In jedem sozialen Netzwerk lassen wir uns was neues einfallen, sei es jetzt ein anderer Benutzername, Nickname oder auch ein Design oder ein neues Symbol. Dabei wäre es so einfach, alles gleich zu gestalten.

Es schaut einfach professioneller aus, wenn das FavIcon des eigenen Blogs, das Twitter-Symbol und auch das Symbol bei einem Kommentar immer gleich aussieht. Du kennst es selbst, meistens “scant” man die Texte und Kommentare und Tweets nach etwas bekanntem und da ist ein Bild einfach im Vorteil. Außerdem wissen Deine Leser immer sofort von wem etwas gepostet wurde. Es wird sich im Hirn des Lesers festsetzen, dass – wie bei mir – “the green guy with the laptop” für den Guru 2.0 steht. Und das nutze ich so konsequent wie möglich aus.

Bei Twitter hast Du ja sicher auch Dein Profil angepaßt und ein kleines Bild reingestellt, genauso bei meinVZ, FaceBook oder mySpace. Warum machst Du es dann nicht bei den Blogs. Es geht eigentlich ganz einfach. Früher war das viel schwieriger. Du mußtest dich bei jeden Blog extra anmelden und Dein Profil anpassen. Jetzt ist das anders, aber viele wissen es nicht:

Ein globaler Avatar

Genannt wird das Gravatar (Globally Recognized Avatar). Dies ist einfach gesagt ein Bild, welches Du auf einem Server ablegst und mit Deiner eMail-Adresse verknüpfst. Sobald Du dann einen Kommentar in einem Blog oder Forum schreibst und diese eMail-Adresse verwendest, wird das Standardbild durch jenes Deines Gravatars ersetzt.

Das ganze ist noch dazu kostenlos und unter der Adresse http://en.gravatar.com/ [EN] global und einmal einzurichten. Dort kannst Du dich kostenlos anmelden, Deine eMail-Adressen hinterlegen und auch verschiedene Avatar-Bilder speichern und zuordnen.

Account bei Gravatar

Account bei Gravatar

Das Bild sollte quadratisch sein und nicht größer als 512 Pixel. Wenn Du bereits bei Twitter oder einem anderen sozialen Netzwerk bist und dort Dein Profil angepaßt hast, kannst Du ja diese Bild/Icon gleich verwenden und hochladen. Aber pass ein wenig auf, gib in der virtuellen Welt nicht alles von Dir bekannt, denn auch hier gibt es die “Bösen” welche es auf Dich abgesehen haben. Nimm also ein Bild, dass Dich wiederspiegelt, Deiner Persönlichkeit entspricht, aber Dich nicht in einem falschen Bild erscheinen lässt.

Avatare anzeigen

Wordpress ab 2.5

Wenn Du für Deinen Blog Wordpress einsetzt und auf einer aktuellen Version arbeitest, musst Du gar nichts machen. Denn mit Wordpress sind die Gravatare seit der Version 2.5 automatisch implementiert.

Andere Blog bzw. CMS-Software

Auf der webSite von Gravatar [EN] sind die gängstigen Applikationen aufgelistet und auch die passenden PlugIns bzw. Module dazu. Je nach Software einfach das Modul herunterladen, auf den eigenen webServer hochladen und dann aktivieren. Schon hast auch Du die Avatare in den Kommentaren aktiviert und dem Benutzer wieder mehr Usability verschafft.

Über Fotoholiker habe ich gerade noch einen passenden Link gefunden: Tipps für ein schickes Profilbild.
Doch es gibt ein paar Sachen, die mir im Laufe der Zeit aufgefallen sind, weil ich mir Profilbilder hier und da sehr genau ansehe. Sachen, die bei Else Sinn machen aber schon bei Horst überhaupt nicht funktionieren und deshalb auf keinen Fall allgemeingültig sind. Deshalb: Den ein oder anderen Punkt habe ich etwas überspitzt ausgedrückt, aber manchmal lebt das Argument von der Übertreibung.

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5 Antworten zu diesem Post.

 

    Kommentare zu diesem Artikel

  1. meint dazu am
    21.
    Juni 2009 um 13:33

    sehr interessant, werde mir mal anschauen was für einen Avatar ich für mich machen könnte ;)

  2. meint dazu am
    21.
    Juni 2009 um 19:36

    Jetzt habe ich wieder etwas neues gelernt und weiß endlich, dass der Begriff Avatar nicht nur mit “kleines Profilbildchen” übersetzt werden kann, sonderen die Ableitung einer geschichtlichen Bedeutung hat.

    Mit dem Vergleich zu Logos der großen Firmen und dem damit verbundenen Wiedererkennungswert sprichst du wahre Worte – auch ich versuche nach Möglichkeit immer und überall das gleiche Bildchen und auch auch den gleichen Usernamen zu wählen. Eben wegen dem Wiedererkennungswert.

    Nur leider muss ich feststellen, dass auf deiner Seite bei den Kommentaren immer das gleiche Standard-Bildchen auftaucht und nicht der Gravatar der User. Ich denke, dass es evtl etwas mit dem Gesamterscheinungsbild der Seite zu tun hat, welches durch die doch recht unterschiedlichen Gravatarbildchen nicht so harmonisch erscheinen würde. Is it a bug or a feature ?

  3. meint dazu am
    22.
    Juni 2009 um 06:40

    Danke kleiner_Baum. Ich werde mich darum kümmern, um das “Feature” anzupassen.

  4. Trackbacks zu diesem Artikel

  5. meint dazu am
    21.
    Juni 2009 um 20:21

    [...] Guro2.0: Das Geheimnis des Avatars Sehr schön hat Clemens auf seinem Blog beschrieben, was ein Avatar ist, warum jeder aktiv davon Gebrauch machen sollte und natürlich auch, wo man kostenlos seinen ganz persönlichen und globalen Avatar einrichten kann. Für mich ein absolut empfehlenswerter Artikel – nicht nur für Diejenigen, die sich immer noch fragen wo in den Blogkommentaren die bunten Bildchen herkommen. [...]

  6. meint dazu am
    23.
    Juni 2009 um 08:48

    [...] Das Geheimnis des Avatars [...]

 

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