Sind Deine Daten sicher?
Ich schreibe hier nicht über Hackingversuche oder Deine lokale Festplatte oder irgendwelchen Sicherheitslücken. Diesemal geht es um die grundlegende Sicherheit, um die Daten in Deinem Wordpress Blog. Wer weiss schon wie oft der Hoster die Daten sichert und ob überhaupt? Ich glaube die wenigsten Blogger machen sich darüber Gedanken. Sollte man aber, wie man am Guru 2.0 Blog aus gegebenen Anlass (siehe “Hacker, Kopierer und Exploits“) sehen kann!
Denn sobald der Server einen Defekt hat, ist in den meisten Hostingpaketen die Sicherheit der Daten nicht das Problem des Hosters. Oft ist auch nur eine monatliche Sicherung im Paket inkludiert. Meistens ist dies auch kein Problem, denn professionelle Hoster achten auf die Hardware und die Sicherheit der Daten ihrer Kunden und es kommt selten zum absoluten Datenverlust. Aber Angriffe von aussen sind immer denkbar, denn es gibt immer irgendwo eine Sicherheitslücke oder einen Exploit. Und dann müssen alle Daten restauriert werden.
Aber im Fall der Fälle kann man einen Blog mit 10 Artikel schnell mit Hand wieder herstellen. Aber wie sieht es bei 500 Posts aus? Da wäre es praktisch, wenn man sich ab und zu eine Backup erstellen würde.
1. Sicherung mit einem PlugIn
Es gibt dafür ein gutes PlugIn zu Wordpress von Austin Matzko: Wordpress Database Backup [EN]. Damit kann man schon regelmäßig ein Backup erstellen. Nach der Installation findet man im Menü Werkzeuge einen neuen Eintrag Backup. Dort kann man ein einmaliges Backup erstellen. Als Möglichkeit hat man die Speicherung am Server (Hilft nichts wenn der Server defekt ist.), die Sicherung als Download zu erhalten oder sie direkt via eMail zu versenden.

Optionen von Wordpress Database Backup PlugIn
Zusätzlich kann man eine regelmäßige Sicherung – einen Sicherungsplan – erstellen. Damit ist es möglich, eine regelmäßige Sicherung der Tabellen zu erstellen und diese per eMail zu erhalten. Ich empfehle bei mittleren Blogs die tägliche Sicherung, bei kleinen die Wöchentliche. Die stündliche oder 2x-tägliche Sicherung sollte man nur bei perfomanten Servern anwenden, denn sie kostet schon Zeit und Kraft. Ausserdem musst Du das Transferlimit (Traffic-Limit) in Deinem Paket beachten, denn das versendete eMail verbraucht auch Traffic.
Die Datei enthält, wie auch in Punkt 3 beschrieben, alle SQL-Daten und auch die SQL-Befehle zum anlegen der Daten. Der Vorteil dieser Methode ist ein vollständiges BackUp der mySQL-Datenbank ohne sich mit phpMyAdmin beschäftigen zu müssen.
2. Sicherung mit Wordpress

Daten exportieren in Wordpress
Wordpress selbst bietet Dir die Möglichkeit einer Sicherung an. Diese versteckt sich unter dem Menüpunkt Daten exportieren im Admin-Bereich. Dieser Befehl erstellt ein sogenanntes WordPress eXtended RSS (WXR) und wird Dir sofort nach dem Klick auf Export-Datei herunterladen zum Download angeboten.
Diese Exportdatei kannst Du, wenn Du es brauchst, wieder mit dem Punkt Daten importieren in ein anderes Wordpress-System aufnehmen. Der Nachteil dieser Methode ist, dass die Datenbanktabellen nicht mit kopiert werden. Das heisst du must unter Umständen die PlugIns wieder neu herunterladen und neu installieren, bevor Du dieses Backup auf ein neues Blog einspielen kannst.
3. Sicherung mit phpMyAdmin

Optionen von phpMyAdmin für den Datenbankexport
Falls Du auf Deinem Server phpMyAdmin installiert hast, kannst Du auch damit eine Datensicherung durchführen. Du rufst es auf und öffnest im linken Bereich – mit einem Klick auf den Datenbanknamen – Deine Datenbank. Jetzt siehst Du rechts alle Tabellen und kannst auf das Register Exportieren klicken. Der Bereich zum Exportieren der Datenbank wird Dir angezeigt. Du musst zusätzlich zur Standardauswahl folgende Optionen aktivieren:
- Füge DROP TABLE / VIEW / PROCEDURE / FUNCTION hinzu
- Maximale Länge der erstellten Abfrage: 5000000
- Senden
- Zip-komprimiert
Jetzt kannst Du auf OK klicken und erhältst die gesamte Datenbanksicherung als Download angeboten. Nur mehr Speichern anklicken und Sie liegt, kurz darauf, auf Deinem Computer. Natürlich funktioniert die diese Methode mit jeder Datenbank und ist nicht auf Wordpresse beschränkt.
Der Vorteil dieser Methode ist die komplette Sicherung der Datenbank, inklusive aller Tabellen, welche von PlugIns angelegt wurden. Der Nachteil ist eine weitere Software am Server, welche Sicherheitslücken enthalten kann. Weiters ist auch manuelle Arbeit gefordert und eine gewisse Sicherheit im Umgang mit Datenbanken.
4. Sichern der restlichen Daten
Die gesamte Installation von WordPress ist ja normalerweise lokal vorhanden (siehe “Tutorial: Wordpress auf dem Mac installieren“). Aber wie sieht es mit den Updates aus, welche man über die Admin-Oberfläche durchgeführt hat. Am Besten ist es sich die notwendigen PlugIns bei einem Totalausfall wieder neu zu installieren. Dazu muss aber die Datenbank bereits rückgesichert sein, denn sonst würden keine Updates an den Tabellen durchgeführt werden. Dazu hat es sich bewährt, eine Liste der installierten PlugIns anzulegen, damit man sie zum gegebenen Zeitpunkt reinstallieren zu können.
Der zweite Teil sind die kompletten Bilder, pdf-Dateien, Flash-Files und anderen Medien, welche Du beim schreiben der Posts hochgeladen hast? Dazu solltes Du regelmäßig die Daten mit einem FTP-Client herunterladen. Bestens eignet sich dazu fileZilla, denn es ist für Windows und Mac-Systeme gleichermassen erhältlich und gleich zu bedienen. Es ist eine freie Software Dazu musst Du dir das gesamte Unterverzeichnis uploads im Verzeichnis wp-contents herunterladen.
5. Ein Tipp am Rande
Bei der ganzen Datensicherung und unter Umständen Rücksicherung, solltest Du auf die Zeichencodierung achten. Ich empfehle Dir dazu den Post “Zeichencodierung für’s Web – Was jeder wissen sollte!“. Denn gerade die falsche Rücksicherung kann hier zu sehr komischen Effekten bei den Umlauten führen.
weiterführende Links:
ähnliche Posts:
- Wie sichere ich mein Wordpress-Blog vor Angriffen?
- Tutorial: Wordpress auf dem Mac installieren
- Daily Code Poem #39
- Programmieren mit php und mySQL (Einführung zu mySQL)
- Daily Code Poem #19
- am Donnerstag, 7. Mai 2009 um 21:16 erstellt und wurde unter Hilf mir! abgelegt.
- Der Post besitzt diese Tags: Ausfall, Datensicherung, phpMyAdmin, PlugIn
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Kommentare zu diesem Artikel
ich mache meine sicherungen immer mit phpadmin, finde diese möglichkeit ist relativ schnell und unkompliziert…aber schön einmal andere möglichkeiten zu sehen!!
Trackbacks zu diesem Artikel
Sind Deine Daten sicher?…
In diesem Artikel werden verschiedene Möglichkeiten der Datensicherung von Wordpress-Blogs beschrieben. Damit im Fall der Fälle des kompletten Datenverlusts das gesamte Blog wieder so verlustfrei wie möglich hergestellt werden kann….