Im web liegt das Geld nur so herum?
Wenn man so durch die Szene surft oder bei Google nach “Geld verdienen im Internet” sucht, wird man von Informationen nur so überhäuft. Alleine Google liefert heute über 450.000 Treffer. Natürlich mache ich mir auch so meine Gedanken zu diesem Thema. Denn wer will nicht einfach zu Kohle kommen? Könnte eine webSite die Lösung aller Probleme oder die ultimative Antwort sein? Oder ist es Twitter oder ein Blog? Also, ich traue mir nicht zu, die Antwort darauf zu geben. Aber einen Überblick der Möglichkeiten, vielleicht auch ein wenig kritisch betrachtet, kann ich schon zusammenstellen.
Update am 15. April 2009 in “Abschnitt 4″ und “weiterführende Links”
1. Gedanken zum Thema!
Hier kommt jetzt nicht das Wort zum Sonntag, aber trotzdem ein paar, vielleicht grundlegende, Überlegungen zum Thema Internet, Blog, Verdienst und Geld.
a) Die Welt spricht nicht nur Deutsch!
Leider ist es so. Die meisten Dinge im Web passieren im englischsprechenden Raum. Daher wird dort der meiste Traffic generiert und der Besucherzustrom ist auch meistens besser mit Englisch bedient. Aber soll das jetzt bedeuten, dass wir unseren Blog auf Englisch schreiben? Ich bin mir nicht sicher, was besser ist. (Habt Ihr veilleicht eine Lösung?) Es sollte jeder für sich persönlich entscheiden. Aber bei einem bin ich mir ziemlich sicher: Es ist besser in einem guten deutschsprachigen Stil zu schreiben, als in einem Schulenglisch, das englisch klingt aber deutsche Grammatik verwendet.
b) Niemand hat etwas zu verschenken!
Wenn ihr mir einen Menschen auf der Welt präsentiert, der etwas ohne Gegenleistung (monetär oder emotional) verschenkt, stelle ich ihn in meinem Blog mit ausführlichen Lebenslauf vor. Aber das wird nicht passieren: Denn niemand hat etwas zu verschenken, schon gar nicht Unternehmen. Es kann nicht sein, dass ein Unternehmen Leistungen anbietet ohne Geld dafür zu erhalten. Auch der rote DIN-A2-Prospekt vom grossen Elektronikanbieter wird vom Kunden bezahlt. Zumindest über den Umweg der Produktpreise. Auch Gratishoster (wie beispielsweise host2date.at oder host4free.de oder bPlaced.net) müssen Geld verdienen, sonst können sie die Services nicht “gratis” anbieten. Entweder sie holen es sich über den Preis der zahlenden Kunden, über Trafficgebühren oder über Werbung.
Auch alle Affiliate (Partnerschaft) Programme, müssen Geld verdienen. Einerseits der Anbieter selbst um den Anzeigenservice betreiben zu können, die Anzeigenkunden wollen mehr Traffic oder Produkte verkaufen und auch Du willst Geld verdienen, in dem Du Anzeigen auf deinem Blog plazierst.
c) Es gibt keinen Guru für’s Geld verdienen!
Auch wenn dieser Blog den Namen Guru 2.0 hat, auch ich habe nur ein wenig Ahnung wie es gehen könnte. Aber bei einem bin ich mir absolut sicher: Wenn jemand es geschafft hat mit dem Internet viel Geld zu verdienen, wird er es brav für sich behalten und weiter machen. Warum sollte der die Gans die goldene Eier legt schlachten? Ich denke mir das immer bei den “absolut sicheren Lottosystemen”. Warum verkauft der Mann/die Frau das System für wenig Geld? Wenn er das System hat, ist er doch innerhalb einer Woche alle Sorgen los, oder etwa nicht?
2. Wie wird mein Blog interessant?
Das ist das grundlegende Problem. Wie schaffe ich es genug Traffic zu erzeugen? Das geht eigentlich nur mit alten und bewährten Marketingaktionen. Eines der grundlegenden Dinge ist:
a) Traffic ist nicht gleich Traffic!
Es ist wie im realen Leben, die Kundenfrequenz im Geschäft ist nicht immer entscheidend. Was hilft es, wenn hunderte Menschen durch mein Geschäft laufen, aber keiner kauft? Genauso ist es beim Blog. Es ist super wenn viele Leute kommen, aber sie sollten auch die Beiträge lesen, kommentieren und auch auf die Inserate oder auf den Shop klicken. Also die Qualität des Traffics ist entscheidend. Natürlich gilt auf der anderen Seite der “Long Tail” (Schau mal bei Chris Anderson’s Blog [EN] zu diesem Thema rein!), Google macht auch das Hauptgeschäft mit den vielen kleinen Anbietern und wenigen Cent. Und nicht die paar großen bringen den Umsatz bei Google in Schwung.
b) Gratis ist umsonst!
Es ist wie im richtigen Leben: Was nichts kostet, ist nichts wert! Ich will damit sagen, wenn man etwas professionell aufziehen will, muss man auch investieren: Meistens Zeit, aber auch etwas Geld. Man sollte sich einen professionellen Hoster für das Blog leisten. Die paar Euro im Monat (bei mir sind es etwa 20,–), sind es einfach wert:
- Ich kann installieren was ich will.
- Falls der Traffic nach oben geht habe ich genug Reserven, ohne in die Kostenfalle zu tappen.
- Ich kann eigene Subdomains anlegen.
- Der Hoster garantiert mir eine Mindestbandbreite und auch eine Mindestverfügbarkeit.
- Es gibt keine unerwünschte Werbung.
c) Design ist wichtig! (aber nicht alles)
Ein Design von der Stange ist wie Kleidung von der Schaufensterpuppe. Jeder hat seinen eigenen Stil, und der sollte auch im Blog zum Ausdruck kommen. Nimm ein freies Design, das dir gut gefällt, als Grundlage und baue darauf auf. Passe es genau deinem Stil an und verbessere es. Auch ich arbeite immer am Design und an der Usability in meinem Blog. Gerade in den letzten Tagen ist die “druckerfreundliche Version” (siehe “Webseiten drucken!“) und die Markierung für externe Hyperlinks (siehe “Bessere Verlinkungen“) hinzugekommen.
d) Das Kleine Ich bin ich!
Kennt ihr das Buch noch aus Kindertagen (falls nicht schaut mal bei Amazon nach)? Damit behaupte ich, dass ihr alle Aussagen über ein “Nischenblog” oder sucht euch ein seltenes Thema ignorieren sollt. Ich meine damit, blogge über Themen die dich interessieren, die du wirklich kennst. Da kann euch keiner was vormachen! Und sei authentisch! Verstell dich nicht, schreibt so wie du bist. Nur so werden deine Leser dich spüren, dich erkennen und auch eine Beziehung zu dir aufbauen. Und treue Leser sind die beste Empfehlung. Sie werden dich weiterempfehlen, dir neue Leser bringen und auch (vielleicht) aktiv mitarbeiten und deine Artikel kommentieren.
e) Sex sells!
Wenn Du einen Erotik-Blog betreibst! Für einen “normalen” Blog gilt aber: Content sells! Deine Besucher werden dich für gut recherchierte und informative Artikel lieben. Sie werden sich damit auseinandersetzen, sie werden sie weiterempfehlen und (wenn Du Glück hast und gut bist) werden sie den Artikel twittern oder bookmarken. Wenn ich nur einen schnellen Artikel hinwerfe, dann wird er kurz gelesen und danach ignoriert. Schafft man aber gute Artikel oder Seiten (wie den Freelance-Rechner oder das Joomla-Tutorial) dann werden sie immer wieder gelesen und wandern in die Bookmark-Liste der Benutzer.
3. Wie wird mein Blog bekannt?
Auch hier gibt es die alten und bekannten Marketingweiseheiten. Es passiert auf jeden Fall nicht über Nacht, dass die Benutzer deinen Blog stürmen (außer Du berichtest über das Weltereignis). Aber sonst musst Du “Werbung machen”.
a) Langsam
Rechnen nicht damit, dass Du von heute auf morgen 1.000 Besucher hast. Es werden eher fünf oder zehn sein. Erst mit der Zeit wird dein Blog bekannt und auch gelesen und besucht. Wenn du etwas änderst, schreibst oder machst, dann schau dir die Reaktionen an und verbessere es, lass es oder mach damit weiter. Aber nimm dir Zeit für das Bekannt werden! Besonders die SEO-Spezialisten geben oft Versprechen die nicht haltbar sind. Natürlich haben manche wirklich tiefe Kenntnisse in ihrem Bereich. Aber viele verkaufen nur warme Luft! Jeder Änderung braucht Zeit zum wirken und auch um Kraft zu kriegen. Denke nicht in Stunden und Tagen, sondern in Wochen und Monaten. Ich habe um von 0 auf 20 zu kommen 12 Monate gebraucht und dann von 20 auf 200 wieder 4 Monate. Das nächste Ziel sind 500 tägliche Besucher.
b) Twitter
Du kannst immer einen Artikel auf Twitter posten. Das hilft auf jeden Fall, das Besucher kommen. Probier es einfach mal! Aber denke auch hier daran: Microblogging ist Arbeit! Deine Follower-Gemeinde kannst du dir nur mit Informationen und guten Einträgen aufbauen. Vertraue nicht auf die 1.000-Follower-in-einer-Stunde Versprechen. Du hast vielleicht viele die Dir folgen aber wie hoch ist die Qualität der Follower? Lesen die deine Nachrichten?
c) Pingbacks
Wenn Du einen Artikel schreibst, muss es die Welt auch wissen! Klappern gehört zum Handwerk! Daher nutze die Möglichkeit der “Pingbacks” deines Blogs. Dort wird dein Artikel automatisch eingestellt, so dass viele Leute sehen, dass es einen neuen Eintrag auf deinen Blog gibt. Ich habe dir am Ende des Artikels eine Liste wichtiger PingBack-Dienste zusammengestellt.
d) Trackbacks
Sobald Du auf einen Artikel eines anderen Blogs verweist erzeugst du einen Trackback. Wordpress 2.7 erledigt das automatisch, bei anderen Systemen musst du es manuell erledigen. Trackbacks sind wahre Traffic-Generatoren. Dein Blog wird beim fremden Artikel automatisch unterhalb der Kommentare mit einem kurzen Zitat angeführt und gilt für viele Besucher als weitere Information zum Thema. Ignoriere aber den Tipp “Suche dir ähnliche Artikel im Web und verweise auf sie!”. Besser ist die Artikel wirklich als Informationsquelle verwendet zu haben und sie müssen auch zum Thema des Artikels passen.
e) Kommentare
Es gibt die Empfehlung in anderen Blogs zu kommentieren. Die ist an und für sich nicht schlecht. Aber mache es nicht, um Traffic zu generieren, sondern um dein Wissen zu zeigen und auch etwas im anderen Blog beizutragen. So bist Du authentisch. Blogger die auf Querverlinkungen – mit allen Mitteln – aus sind, werden nicht gern gesehen. Also ein Kommentar wie “Hallo! Ich habe auch etwas dazu geschrieben: LINK” sind nicht sehr professionell. Aber ein, zwei oder auch drei Sätze die sich kompetent zum Artikel äußern schon. Als Resultat werden deine Kommentare freigeschaltet, dein Blog ist als Hyperlink präsent und wenn die Qualität stimmt werden die anderen Blogger auch deinen Blog zitieren oder auch kommentieren.
Bei Kommentaren auf deinem Blog ist es wichtig, dass Du antwortest. Statistiken lügen ja nicht und eine besagt, dass nur ein ganz kleiner Teil der Besucher aktiv ist. Die meisten Besucher konsumieren nur. Wenn du jetzt einen Kommentar erhältst, so antworte darauf und versuche eine Diskussion zu erhalten. Sei jedem Kommentar (ob positiv oder negativ) dankbar und zeige eine Reaktion darauf.
f) Soziale Netzwerke
Trage deine Artikel, aber nur die guten und wichtigen, bei sozialen Netzwerken ein. Es ist egal ob du Mister Wong, Technorati, Delicious, Yigg, Digg oder Scoop oder alle zusammen nutzt. Wichtig ist auf jeden Fall, dass du aussagekräftige Tags verwendest und nicht jeden Artikel reinstellst. Nimm nur die wirklich Guten und mache deine Artikel bekannt.
g) Mit Arbeit
Einen Blog bekanntmachen heißt arbeiten. Von nichts kommt nichts und du musst mit ca. einer Stunde pro Tag rechnen. Erstens solltest Du kontinuierlich einen Artikel schreiben. Es ist wichtig, dass Du in regelmäßgen Zeitabständen bloggst. Es müssen nicht fünf Artikel pro Tag sein, oder einer pro Tag, aber alle zwei Tage einen Artikel sollte man schon schreiben. Und das Bekanntmachen, die Kommentare sichten, den Spam löschen und auch die Statistiken verfolgen braucht seine (Arbeits)Zeit.
4. Wie verdiene ich jetzt Geld?
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten und egal wen du frägst, du erhälst verschiedene Meinungen und wirst auch Religionskriege damit auslösen.
Update vom 15. April 2009Kurz nachdem ich meinen Beitrag fertig hatte, wurde auf netheweb eine interessanter Grundlagenartikel zu Affiliate-Marketing veröffentlicht.
a) adSense
Der einfachste Weg! Du meldest dich bei Google AdSense an, platzierst den Anzeigenblock und wartest, dass genug auf deinem Konto ist (ab $ 100,– wird ausbezahlt). Das klappt aber nur wirklich mit vielen Besuchern oder sehr guten Anzeigen.
b) Affiliates
Du suchst dir eine Parternprogramm und verwendest die Anzeigen, welche dir angeboten werden. Je nach Programm kannst Du den Inhlat steuern und erhälst mehr oder weniger Geld pro Click oder pro Verkauf. Du findest einige Partnerprogramme am Ende des Artikels.
c) Amazon
Du bittest mit dem Amazon Partnerprogramm, passende Produkte zu deinen Artikeln an. Auch hier erhälst Du je nach Verkauf einen gewissen Anteil am Verkaufserlös.
d) Buy me a coffee
Du kannst um Spenden über dein PayPal-Konto bitten. Manchmal zahlt Dir schon jemand einen Kaffee. Aber rechne nicht damit, dass Dir jeder Benutzer gleich etwas spendiert. Du findest ein Beispiel am Ende des Artikels. Klick ruhig darauf und zahle mir einen Kaffee
e) eigene Produkte
Ich habe mich für spreadShirt entschieden und biete dort eigene T-Shirts an. Ein wenig Provision verdiene ich auch damit und es ist eigentlich ganz einfach.
weiterführende Links:
- andere Blogs
- Webverdiener.de: Schnell und einfach Geld verdienen im Internet…
- Bloggylicious.de: Affiliate Partnerprogramme
- Maximal-Reich.de: Traffic-Boost in 3 Schritten
- Geheimreporter.de: Mit dem Blog Geld verdienen
- Maximal-Reich.de: 3 Google-Adsense Alternativen
- Maximal-Reich.de: Die 5 größten Fehler beim Start eines Blogs
- CashBlog: Tipps: Geld mit bloggen
- Money-Toaster.de
- NetheWeb.de: Affiliate Marketing
- NetheWeb.de: Geld verdienen im Internet
- NetheWeb.de: Affiliate Marketing in 10 Schritten
- Affiliates
- Andere
PingPack-Dienste:
- http://ping.wordblog.de/
- http://rpc.pingomatic.com/
- http://rpc.technorati.com/rpc/ping
- http://ping.blogstart.de/
- http://xmlrpc.blogg.de/
- http://ping.feedburner.com
- http://api.my.yahoo.com/RPC2
- http://www.blogdigger.com/RPC2
- http://xmlrpc.blogg.de/
- http://blogpingr.de/ping/rpc2
- http://xmlrpc.bloggernetz.de/RPC2
- http://blogsearch.google.com/ping/RPC2
ähnliche Posts:
- PingBack auf die eigenen Posts?
- Wie verdient man Geld mit dem Blog?
- Was ist eine Absprungrate?
- Ist erfolgreich bloggen Arbeit oder Spass?
- Einen Backlink von Google kriegen?
- am Mittwoch, 15. April 2009 um 19:31 erstellt und wurde unter Marketing abgelegt.
- Der Post besitzt diese Tags: affiliate, Geld, Marketing, Partnerprogramme, pingpack, trackback
- Du kannst alle Antworten darauf mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen.
- Du kannst eine Antwort schreiben.
- Du kannst einen TrackBack von Deinem eigenen Blog setzen.
drucken
Der Artikel hat Dir geholfen?

Warum spendierst Du mir nicht einen Kaffee?



Kommentare zu diesem Artikel
Der Spass am eigenen Blog wird immer grösser. Übrigens super Informationen
Danke
Bin der glechen Ansicht
Trackbacks zu diesem Artikel