Was kam zuerst das Design oder das web 2.0? Passiert es euch nicht auch, dass ihr auf eine webSite ommt und sie schreitlaut heraus: “Ich bin web 2.0!!!”?
Oft habe ich das Gefühl, dass nicht das Design die webSite unterstützt, sondern die webSite für das Design gemacht wurde. Direkt gesagt: Zuerst wurde ein Über-Drüber-web-2.0-Design entworfen und als das fertig war wurde der Service irgendwie darauf angepasst. Eigentlich sollte es ja umgekehrt passieren: Zuerst die Service/Dienstleistungsidee und dann das Design darauf anpassen um den Informationsfluss ideal zu unterstützen.
Wie erkennt ihr jetzt so typische web 2.0 Sites#?
- abgerundete Ecken
- Große Schriften
- Leuchtende Farben
- verlaufende Hintergründe
- Glas- bzw. Aqua-Logos (mal ganz oben auf dieser Site schauen ;-))
- und ganz wichtig: ein BETA-Logo
An sich ist das ja alles kein Problem. Vielleicht könnte man sich das Beta-Badget ersparen, aber wer es haben will warum nicht? Aber nur weil diese typischen Design-Kriterien erfüllt sind, ist es kein gutes Design! Der Kernpunkt jedes Designs sollte doch die Benutzbarkeit (Usabillity) sein. Der Fokus liegt doch auf der einfachen Benutzbarkeit und dem intuitiven Benutzerinterface? Der Geschmack und die Schönheit ist doch sekundär, aber trotzdem nicht unwichtig.
Meines Erachtens ist es sinnvoll ein Interface im web 1.0 zu belassen, wenn es besser zu bedienen ist. Und nicht diesen wahnsinnigen 2.0-Hype überall mit zu machen, nur damit man dabei ist. Wie geht es euch damit?
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